Khorasan/Kamut(r) - uralt und ganz neu zugleich 

Khorasan/Kamut(r) ist eine sehr alte und zugleich ganz junge Getreideart: Sie wurde erst 1990 vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium als eigene Sorte anerkannt - doch der (werbewirksamen) Legende nach stammt sie aus Ägypten, wo eine Handvoll Körner in einem alten Pharaonengrab Jahrtausende überdauerte, um dann, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, von einem amerikanischen Soldaten gefunden und nach Montana gesandt zu werden. Es dauerte dann noch einmal gute dreißig Jahre, bis der besondere Wert dieser Getreideart erkannt wurde: Bob und Mack Quinn selektierten und vermehrten die damaligen Restbestände, schufen den Namen, und ließen die Sorte schützen.

Tatsächlich ist sie wohl vor ca. 5000 Jahren in der Region Chorasan im Nordostiran entstanden, und von daher leitet sich auch der allgemeine, botanische Namen ab. "Kamut" ist ein marktenrechtlich geschützter Name.

Khorasan hat wirklich viele Besonderheiten: Botanisch ist es (vermutlich) eine Urform des Hartweizens. Wer Khorasan selber mahlt, dem wird die Härte schon aufgefallen sein. Die Körner sind auffallend groß und glasig.

Gebäcke aus Khorasan sind unverkennbar durch ihre satte, gelbe Krume, die vom beta-Carotin kommt. Doch das ist nicht der einzige, wertvolle Inhaltsstoff: Er enthält deutlich mehr Eiweiße als normaler Weizen. Auch etliche Mineralien, speziell Magnesium und Zink, sind hier in ungewöhnlich hohen Mengen zu finden. Auch das Metall Selen gehört dazu, welches (v.a. im Zusammenspiel mit dem beta-Carotin) als Radikalfänger wirkt und so Krebserkrankungen vorbeugen kann. Dazu allerdings müssen die Böden dieses Metall auch liefern können - und das ist (leider) nur in Nordamerka und Kanada gegeben, nicht aber in Mitteleuropa. Khorasan als Sorte gedeiht durchaus auch in Mitteleuropa, allerdings ist (wegen der unterschiedlichen Böden) v.a. der Selengehalt hier deutlich niedriger.

Getreide (eine Hauptzutat) beziehen wir sehr ungern aus Übersee. Als deshalb die OBEG Hohenlohe Bauern gefunden hatte, die Khorasan in guter Qualität in der Hohenlohe anbauten, war für uns der Zeitpunkt zum Umstieg gekommen. Seitdem nennt sich unser ehemaliges "Kamut(r)-Brot" "Urweizen-Brot".

Khorasan ist wie jeder Weizen glutenhaltig und somit für Zöliakie-Kranke ungeeignet. Aber für viele Menschen mit anderen Weizen-Unverträglichkeiten oder -Allergien kann es eine Alternative sein, die auszuprobieren sich lohnt.

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Letzte Änderung: Freitag, 05.08.2016   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Winnenden/Rems-Murr-Kreis